Blog 2019


12.05.2019  -  Fotografieren im Waldbrand Gebiet

Zugegeben, der Titel wirkt schon fast ein wenig dramatisch. Denn von Waldbrände bei dieser anhaltenden Schlechtwetterperiode sind in weiter ferne gerückt. Doch oberhalb von Leuk gab es im Jahr 2003 einer der wohl schlimmsten Waldbrände der Schweiz. Was in erster Linie für die Natur dramatisch Anhört war für gewisse Arten ein segen. Die vielen Toten Bäume, der offene und Boden welcher mittlerweile von vielen Büschen übersäht ist sowie die Lage an einem Südhang brachten viele Arten in dieses Gebiet, welche sonst in der Schweiz extrem selten sind. Steinrötel und Steinhühner welche eigentlich nur über der Waldgrenze brüten gelangen so fast ins Tal. Reptilien wie die Aspisviper oder die hübsche Smaragdeidechse finden hier ein idealer Lebensraum und brachten so die Futterquelle für den seltenen Schlangenadler mit, welcher seit einigen in der Region brütet. Ein besuch, besonders im Mai lohnt sich immer!

Da die Zeit etwas knapp war an diesem Tag suchte ich nur den unteren Bereich der Waldbrandfläche ab. Zippammern, viele Berglaubsänger, Neuntöter und ein Wiedehopf welcher mit seinem Gesang mich begleitete waren schnell gefunden. Ich lief weiter oberhalb der grossen Satelitenstation in Richtung Brentjong wo ich im Gegenlicht ein Vogel mit Orangen Schwanzfedern auf einem Baum nahe an der Strasse landen sah. Ich dachte zuerst an einen Gartenrotschwanz und lief am Baum vorbei damit ich Rückenlicht zum Fotografieren hatte. Doch dann war ich völlig Baff. Mit der Gartenrotschwanz vermutung lag ich komplett daneben. Es war ein sonst so scheuer Steinrötel welche sich auf wenige Meter im perfekten Licht auf einem abgestorbenen Baum präsentierte! Steinrötel sind extrem schwierig zum Fotografieren. Sie fliegen meist schon bei einer Distanz von 50m davon oder sind in unwegsamen Gelände. Eine Sichtung wie diese ist einmalig! Nach ausgiebigem Fotografieren wollte ich den Schneeflüchtling (weiter oben gab es viel Neuschnee was  Bergvögel manchmal in Tiefere Lagen drängt) nicht mehr länger stören und machte mich auf den Weg Richtung Rotafen.

In Rotafen liegt die Hohe Brücke. Eine uralte Bogenbrücke hebt sich imposant über eine schmale aber bestimmt 60m tiefe Felsspalte. Dort hielt ich ausschau nach einem besonders hübschen Vogels. Der Mauerläufer. sein graues Gefieder fällt in der Wand kaum auf. Doch wenn er seine schmetterlingsartigen, blutroten Flügel spreizt macht es ihn zu einem wunderschönen Anblick. Wenige Minuten später fand ich ihn und konnte ihn längere Zeit in der atemberaubenden Kulisse fotografieren und Beobachten.  Zum Schluss entdeckte ich noch weit oben im Himmel ein paar Alpenkrähen zusammen mit Alpendohlen sowie ein Bartgeier.

Für mich einer der schönsten Vögel der Schweiz; der Steinrötel.

Ohne das Rot würde er kaum auffallen. Mein Lieblingsvogel - der Mauerläufer

Der Schmetterling der Vogelwelt



25.04-28.04.2019  -  Raritätensuche in der Magadinoebene

Das die Magadinoebene zwischen Bellinzona und Locarno im Frühling ein Top Gebiet ist geht schon aus dem vorherigen Blogeintrag hervor. Doch seit einigen Jahren organisiert der chclub300.ch ein Beobachtungswochenende dort, an denen Ornithologen aus der ganzen Schweiz ins Tessin reisen systematisch die ganze Ebene ablaufen und ausschau nach seltenen Arten halten. 

Auch ich nehme daran immer Teil und dieses Jahr verlängerte ich mein Wochenende gleich noch um zwei Tage. 

Donnerstag: Kaum im Tessin angekommen wurde ich überrascht von der enormen Anzahl der rastenden Vögel aufgrund des Zugstaus. In einer kleinen Baumgruppe von gerade mal 3 Bäumen waren ein gutes Duzend Trauerschnäpper, einige Grauschnäpper sowie Gartenrotschwanz, Wendehals und Baumpieper. 

Zwischen den Trauerschnäpper konnte ich ein seltenes Halsbandschnäpper Weibchen erspähen.

Die Felder waren geprägt von Steinschmätzern und Braunkehlchen. Zum Teil mehrere Duzend dieser Arten waren auf nur einem Acker zu finden! Der Wendehals rufte überall und ganz untypisch war ein Feldschwill auf einem Obstbaum. Aus den Feldern ruften Rotkehlpieper, welche zu den regelmässigen Frühlingsraritäten gehören. Bemerkenswert war zudem die Anzahl der Waldlaubsänger! In den Wäldern war er mit Abstand der häufigste Vogel! Der ganze Rest des Jahres ist er sehr selten und man sieht in kaum noch irgendwo...

Freitag: Ich lief nochmals die selbe Strecke ab wie am Vortag. Es waren wohl aufgrund einer klaren Nacht schon einiges abgezogen und nurnoch ''normale'' Zugstau Massen anzutreffen. Besonders ein Wiedehopf erfreute mich! Dieser Auffällige und trotzdem heimlich lebende Vogel sehe ich nur wenige. Bei Gudo gab es gleich zwei Highlight. Ein Rotfussfalkenpaar auf einer Telefonleitung und Turteltauben, welche wohl die heimlichsten Tauben der Schweiz sind, präsentierten sich extrem schön. Am kleinen Lago di Gudo war mein absoluter Rekord an der Anzahl von Nachtreihern. 17 Stück waren in den Büschen zu sehen! Doch dieser Rekord toppte ich am Abend gleich nochmals in der Bolla Rossa bei Tenero wo ich 24 Nachtreiher zählen konnte. Das Tageshighlight war aber vermutlich die Weissbartgrasmücke bei Riazzino sowie das hübsche Halsbandschnäppermännchen an der Verzasca. An der selben Stelle war auf der überfluteten Wiese ein Südhecht welcher Jagd auf Frösche machte.

Samstag: Dies war der Tag der eigentlichen Raritätensuche. Ich selbst konnte unter anderem erneut ein Halsbandschnäpper, Ortolan und ein Rotkehlpieper entdecken. Danach ging ich nochmals an den Standort wo ich die Turteltauben am Vortag sah und konnte sie dieses mal noch schöner sehen. Der Regen hatte sich verzogen und mit ihm auch ein grossteil der Vögel. Deswegen wollte ich mich den Brutvögel im Tessin widtmen. Die Bolla Rossa eignet sich sehr gut um Drosselrohrsänger zu fotografieren. Doch um zum Hide (Beobachtungshütte ohne die Vögel zu stören) zu kommen musste ich erstmal etwa 200m im bis zu 1m tief überschwemmten Weg durchkämpfen. Doch es lohnte sich! Mehrere Schilfrohrsänger turnten im Schilf herum. Diese kann man nur selten so schön in der Schweiz beobachten. Ein Tüpfelsumpfhuhn überquerte den Weg und Braunkehlchen und Trauerschnäpper zeigten sich auf bis zu 5m. Besonders erfreute mich das ich eine sehr seltene Unterart der Schafstelze entdecken konnte! Eine Flavissima-Schafstelze war zwischen Hochlandrindern direkt neben dem Flugplatz Tenero. Es war erst das 3. Mal überhaupt das ich diese sah und selber zu entdecken ist einfach schon das beste!

Alles in allem war es ein sehr erfolgreiches Wochenende, die Top Seltenheit blieb zwar aus dafür präsentierte sich was da war umso schöner. Was will man schon mehr!

Der gut getarnte Wendehals gehört zu den Spechten, zimmert allerdings keine eigene Höhle.

Der imposante Wiedehopf ist in der Schweiz leider stark gefährdet .

So schön posiert sie selten: Der Liebesvogel, die Turteltaube.

Es braucht keine Farben um mit Schönheit heraus zu stechen, der Beweis; dieser Halsbandschnäpper

Schafstelzen sind häufig zu sehen im Frühling, doch manchmal verstecken sich seltene Unterarten wie diese Flavissima-Stelze in den Trupps.



23.04.2019 - Erste erfolge im Tessin für 2019!

In den letzten Jahren hat sich das Tessin, insbesondere die Magadinoebene zwischen Bellinzona und Locarno im Frühling besonders erfolgreich herausgestellt. Dies ist kein Zufall. Es ist der letzte Platz der biotopisch her besonders geeignet ist vor der Alpenüberquerung. Zudem kommt das es im April oft Regnet über den Alpen und die Vögel deswegen zur Rast mehr oder wenger gezwungen werden. Diesen April gab es zwar noch nicht wirklich einen Wetterabhängigen Zugstau, doch immerhin konnte ich etwas zum Osterstau am Gotthard beitragen;).

Die Felder in der Nähe von Riazzino waren relativ leer. Ein Ortolan war weit weg auf einem Acker. Einige Schafstelzen sowie Bergpieper flogen über mich hinweg. Der seltene Triel welcher am Morgen entdeckt wurde präsentierte sich auf nur etwa 15m von der besten Seite.

Im ''Kerngebiet'' der Magadinoebene, der Bolle di Magadino erfreuten mich die vielen Schwarzhalstaucher welche bereits im Schmuckvollen Brutkleid waren. Schwarzhalstaucher sind in der Schweiz häufige Wintergäste an den grossen Seen. Die meisten treten ihren Rückflug ins Brutgebiet schon ende Februar an. So ist das Brutkleid nur selten komplett zu sehen und meist auf weite Distanzen.  Doch diese spürten den Frühling und liessen sich von nichts stören. Zwei Balzten im spektakuleren Tanz der an den bekannten Pinguintanz des Haubentauchers erinnerten. Ein anderer Fischte nur etwa 5m von mir entfernt. 

Etwas weiter unten im Fluss war ein weiteres Highlight. Wenn ein Lappentaucher das schmuckvolle Brutkleid des Schwarzhalstauchers überbieten kann dan er; der Ohrentaucher. Diese sind noch viel seltener zu dieser Zeit im Jahr zu sehen. Auch schon im Winter gehören sie zu den Seltenheiten. Nach diesem wunderschönen Anblick machte ich mich auf den Heimweg. Doch nicht für lange den bereits in drei Tagen geht es zum zweiten Teil der Raritätensuche im Tessin.

Der kräftige Triel ist in der Schweiz ein seltener Anblick.

Schwarzhalstaucher sieht man vor allem im Winter. Ihn im schönen Brutkleid zu sehen ist deswegen nicht alltäglich!

Etwas majestetischer noch ist dieser noch ist dieser Gast. Ein Ohrentaucher! Frühlingsnachweise sind extrem selten.



17.04.-20.04.2019  -  Die Hochzeit der Bachneunaugen

Es war schon lange ein Traum von mir Bachneunaugen zu fotografieren. Dies ist allerdings nur über einen extrem kurzen Zeitraum möglich und diesen hatte ich bisher immer verpasst. Dieses Jahr klappte es endlich und ich habe über mehrere Tage das ganze Laichgeschehen fotografien und beobachten können. 

Das es im Reussdelta in Uri Bachneunaugen gibt ist kein Geheimnis. Sie zu finden, oder besser gesagt zum Richtigen Zeitpunkt dort sein ist etwas ganz anderes. Wie schon in den letzen Jahren versuchte ich auch dieses Jahr mein Glück. Ich suchte die mir bekannte Stelle auf und konnte erneut keines aufspühren. Auch der Gebietsaufseher erzählte mir das er dieses Jahr noch keine Neunaugen sehen konnte. Doch plötzlich entdeckte ich weiter unten eines. Nein Zwei! Ich schoss die ersten Fotos und war richtig erleichtert sie endlich zu sehen. Bachneunaugen erinnern etwas an kleine Aale. Sie gehören jedoch nicht einmal zu den Fischen. Sie sind Rundmäuler und gehören somit zu einer Tiergattung an, die sich seit 500 Millionen Jahren, eine Zeit als es noch nicht einmal Landlebewesen gab zu der ältesten Tiergattung. Sie haben sich kaum verändert seit dieser Zeit, es handelt sich also um ein Lebendes Fossil. Doch in der Schweiz ist es vom aussterben bedroht. Nur noch wenige Stellen gibt es wo man es Beobachten kann. 

Am nächsten Tag konnte ich es nicht lassen noch einmal hin zu gehen. Doch bevor ich an der Stelle ankam, entdeckte ich in einem anderen Bach gleich 5 Bachneunaugen! Sie waren dabei eine Laichgrube, an der später das gemeinsame Ablaichen stattfinden wird auszugraben. Besonders ein Weibchen war unermüdlich dabei mit Schwanzschlägen eine Grube frei zu machen und grössere Steine verschob es indem es sie ansaugte mit ihrem speziellen Maul und weg transportierte. 2 Männchen kamen immer wieder hinzu und machten erste  Paarungsakte. 

Ich hatte mich entschlossen nun auch der Rest der Laichzeit zu besuchen. Also zog es mich am 3. Tag wieder ins Reussdelta. Als ich ankam war das Laichgeschehen schon im vollen Gange. Bis zu 15 Bachneunaugen versammelten sich in der Grube und Laichten gemeinsam ab. Die Männchen saugten sich am Kopf der Weibchen fest und umschwänzelten diese. Dann wedelten sie alle Stark mit dem Schwanz um die Eier und Spermien zu vermischen und Mit Sand zu verdecken. Ein Teichfrosch kam ebenfalls noch angeschwommen und beobachtete das ganze. Ein Neugieriges Neunauge schwamm gleich zu ihm hin und ''kuschelte'' sich für kurze Zeit unter sein Bein.  Zwischendurch gingen einige Neunaugen zwischen oder Unter grössere Steine um sich etwas auszuruhen vom anstrengenden Liebesakt. 

Nach dem grossen Ablaichen kam dann der traurige Teil des Laichspiels. Am letzten Tag war nur noch ein Neunauge in der Grube anwesend. Die anderen haben sich unter Steinen oder strömungsarmen Stellen zurückgezogen wo sie verenden. Das Leben eines Bachneunauges endet mit dem Ablaichen. Die Jungen werden sich sobald sie geschlüpft sind im Schlamm vergraben so das nur der Mund aus dem Sediment schaut. So filtern sie Nahrung heraus und wachsen während 3 Jahren auf ihre grösse von ca. 15cm heran. Flossen und Augen haben sie dabei keine. Im 4. Jahr wandeln sie sich dann um zum Adulten Tier. Sie bekommen Flossen, Augen und der Magen bildet sich zurück. Denn ausgewachsene Bachneunaugen nehmen keine Nahrung mehr zu sich. Dann Laichen sie ab und sterben. 

Übrigens: Das Bachneunauge hat nicht wie der Name sagt Neun Augen! Der Name summiert sich aus den 7 Kiemenöffnungen, 1 Auge und die Nasenöffnung pro Seite. 

Es war ein unglaubliches Erlebnis die Laichzeit von Anfang an verfolgen zu können und ich hoffe sehr das es auch noch lange möglich sein wird, diesen interessanten Tiere in der Schweiz begegnen zu können.

Dieses Bachneunauge sucht den Laichplatz auf

Ein Stein von dieser grösse aus der Laichgrube zu Bewegen erfordert ganzen Körpereinsatz. 

Das grosse Ablaichen.

Bis zu 15 Neunaugen waren am Laichtag in dieser Grube anzutreffen!

Erschöpftes Bachneunaugen Weibchen. Unter Steinen braucht es keine Energie um der Strömung zu trotzen.



14.04.2019  -  Ein Hauch von ''Zugstau''

Während der Woche zeigte die Wetterprognose ideale Bedingungen das sich im Tessin ein Zugstau bilden könnte. Ein Zugstau bedeutet das die Vögel welche nun auf dem Zug in ihre Brutgebiete durch Wetterphänomene wie starken Regen behindert werden. Wenn dies der Fall ist vermeiden sie die Alpen und rasten sehr gerne im Tessin, insbesondere der Magadinoebene. 

Also beschloss ich ins Tessin zu fahren. Als ich aus dem Gotthard Tunnel raus kamm, war dort nicht wie erwartet starker Regen sondern ein blauer Himmel. Meine Hoffnung auf die Vogelmassen schwand so ziemlich schnell. Trotzdem versuchte ich es, leider war meine Vermutung richtig. Abgesehen von einigen Gartenrotschwänzen und Schafstelzen sowie einen vermutlichen Rotkehlpieper gab es nichts. So fuhr ich wieder nach Hause. Doch auf der Alpennordseite regnete und schneite es. Irgendwas muss doch zu sehen sein! Nach 30min Erholungsschlaf machte ich mich auf den Weg zu einem von meinem Heimgebieten. Das Nuolener Ried. Limikolen rasten hier immer wieder gerne an Regentagen, besonders wenn durch die Nässe Pfützen entstehen. Dies war leider noch nicht der Fall. Doch plötzlich stach etwas Oranges aus dem grünen Gras hervor. Eine Uferschnepfe! Diese habe ich anfangs Jahr schon fotografiert (Siehe Blogbericht vom 02. Februar) doch damals war sie noch nicht im Prachtkleid. Ein herrlicher Anblick! Auf dem Rückweg zeigten sich noch drei Kampfläufer weit weg und viele Kiebitze und Grosse Brachvögel flogen im Gebiet herum. Auf einem Acker entdeckte ich einen Brachpieper unter den hunderten von Bergpiepern, Steinschmätzer und Schafstelzen. Für meinen gewünschten Zugstau hätte ich also gar nicht so weit gehen müssen..

Solche Farben stechen einem schnell ins Auge, die Uferschnepfe - sie ist selten geworden in den letzten Jahren.

Der Kiebitz brütet im Nuolener Ried und wird intensiv gefördert.



13.04.2019  -  Farbenfrohe Vögel in der Nordschweiz

Einer der buntesten Brutvögel der Schweiz dürfte der Fasan (auch Jagdfasan genannt) sein. Diese farbenpracht und die schmuckvollen Federn wurden ihm ein wenig zum Verhängniss. Wer ein solches Federkleid hat ist bei Jägern sehr beliebt als Trophäe. Deswegen wurden bereits im Mittelalter Fasäne von Asien nach Europa eingeführt und so hat sich ein Bestand erhalten. 

In der Schweiz nimmt die Bestandesdichte rasant ab und deswegen wurde es für mich höchste Zeit dem Hühnervogel auf die Spur zu gehen. 

Doch so einfach wie ich die Fasäne aus dem Ausland kenne, wo sie überall auf der Wiese sind ist es hier definitiv nicht. Vor Vier Jahren suchte ich mein erster Fasan, dieser konnte ich nur akkustisch wahrnehmen. Weitere versuche in beiden Brutregionen (Rheintal und Genf) blieben erfolglos. 

Nun ist es seit meinem letzten Versuch auch schon wieder einige Wochen her und ich versuchte ihn nochmals aufzuspüren bei Altenrhein. Immerwieder konnte ich die Rufe wahrnehmen doch sie zeigten sich nicht. Plötzlich auf etwa 150m flog ein Fasan. An fotografieren bei Flimmern und dieser Distanz ist natürlich nicht zu denken. Stunden vergingen, doch dann entdeckte ich auf der gegenüberliegenden Seite einen Fasan mitten in der Wiese und unweit von einer befahrenen Strasse. Ich ging hin und konnte ihn auf etwa 15m wunderschön sehen. Auf einmal war da nicht mehr nur ein Fasan, drei Weibchen gesellten sich zu ihm. Ein anderes Männchen tauchte weiter hinten auf und wurde aggressiv verscheucht. Zwischendurch balzte der von Hühner umwimmelte Hahn und zeigte sich von seiner schönsten Seite im besten Licht. Endlich war der Erfolg gelungen!

Auf dem Rückweg entdeckte ich dann noch drei Rehe.

Da ich den Tag komplett ausnutzten wollte reiste ich anschliessend an den Klingnauer Stausee. Dort wartete in einem kleinen Kanal ein Blaukehlchen auf mich;) Zuerst fand ich es garnicht, doch beim Rückweg kam es aus dem Dickicht hervor. Ein bezaubernder Vogel der mir jedes Jahr aufs neue ein wenig Frühlingsfreude bereitet.

 

Stolz, stolzer, Fasan! So siehts jedenfalls aus beim Balzen.

Scheue kennt wohl dieser Rehbock nicht.

Schön, wenig scheu und nicht oft zu sehen, für jeden Vogelfreak immer wieder ein Highlight; das Blaukehlchen.



06.04.2019  -  Frühlingsboten

In Ornithologischer Sicht spielt sich der Frühling immer anhand der Vogelarten ab. Wenn Anfang März die ersten Vögel singen, die Goldregenpfeifer als erste Highlights auf ihrem Rückzug in die Brutgebiete beobachtet werden können, dann weiss man es ist wieder soweit und die grosse Zeit des Vogelzugs wo etliche spezielle Arten in der Schweiz beobachtet werden können steht kurz bevor! 

Letzte Woche konnte ich im Tessin schon Tüpfelsumpfhühner auf gerade mal 2m Distanz beobachten. Nun ist eine weitere Verwandte Art bei der ich bisher immer beim Fotografieren scheiterte in der Schweiz eingetroffen. Das Kleine Sumpfhuhn. Diese Rarität ist oft sehr schwierig zum entdecken. Meist verweit es im Dicksten Schilf und kommt nur selten Raus. Dies liess mich nicht entmutigen es einmal mehr zu Probieren. In Kreuzlingen am Bodensee hat es seit mehreren Tagen ein Männchen. Als ich eintraf zeigte sich dieses sogleich. Jedoch war es wieder verschwunden bis ich meine Kamera aufgebaut hatte. Rund 45 min Zeit nahm es sich bis es wieder zum Vorschein kam. Damit es nicht langweilig wurde boten Rohrammern eine spektakuläre Flugshow. Sie flogen ans Wasser, blieben kurz stehen in der Luft und holten so Insekten aus der Wasseroberfläche. Als das Mittagslicht zu grell wurde strebte ich andere Arten an. Da der Zürichsee auf meinem Heimweg lag machte ich dort einige Stops. Zuerst im Kaltbrunner Ried, dort sollte es Blaukehlchen haben. Diese entdeckte ich leider nicht, sie haben sich wohl etwas zurückgezogen aufgrund der vielen Spaziergänger.  Dafür zeigten sich im schmalen Windschutzstreifen die Rötelmäuse sehr ruhig. Eine Posierte fast schon auf einer Wurzel. Dort blieb sie etwa 2min lang bis sie sich wieder der Nahrungssuche widmete.

Der nächste Stopp war Jona Stampf. Dieses Mündungsdelta ist schon so zu sagen mein Stammgebiet im Frühling und Herbst. Schon viele Arten, besonders Limikolen konnte ich dort auf wenige Zentimeter fotografieren. Heute war leider nicht mehr viel los. Ein Kampfläufer flog sofort weg als ein Kind ein Stein nach ihm warf. Zwei Flussregenpfeifer verweilten einige Zeit wenige Meter neben mir auf der Kiesbank. Schwarzhalstaucher im Prachtkleid sind ein seltener Anblick in der Schweiz! Um die 10 Exemplare schwammen weit draussen auf dem Zürichsee. Auf dem Rückweg der Jona (Fluss) entlang entdeckte ich noch ein Blaukehlchen. Ein schöner Tagesabschluss der sich leider nicht die Zeit nahm ihn festzuhalten.

Das Kleine Sumpfhuhn, ein seltener Gast in der Schweiz.

Rohrammer Männchen sind oft schwer zu fotografieren.

Eine fast schon unwirklich fotogene Rötelmaus.

Der hübsche Flussregenpfeifer ist einer von wenigen Limikolen die in der Schweiz brüten.



19.03.2019  -  Meister der Tarnung

Wenn es um die Vögel geht welche am schwersten zu Entdecken sind darf die Zwergschnepfe nicht fehlen. Der kleine Watvogel ist nicht grösser als ein Spatz und perfekt an seinen Lebensraum angepasst. Ein Kollege hat eine bei Aufräumarbeiten im Gebiet Hegmatten in Winterthur auffliegen gesehen und konnte die Stelle wo sie gelandet ist ausfindig machen. Zwergschnepfen flüchten nicht wenn sie sich bedroht fühlen. Sie ducken sich und bleiben regungslos stehen bis man fast auf sie draufsteht. Dann fliegen sie fort. 

Da ich gerade in der nähe von Winterthur war machte ich mich auf den weg in die Hegmatten und konnte sie mehrere Stunden sehen. In dieser Zeit hat sie sich nie bewegt! 

Sie zu entdecken ist ein nicht einfach, die Zwergschnepfe.



16.03.2019  -  Bergvögel im Oberengadin

Alpenmeise, Kleiber und einige andere typischen Waldvögel standen für heute auf dem Programm. Um diese gut ablichten zu können nahm ich etwas Vogelfutter mit und reiste nach Pontresina ins Oberengadin. Bereits auf dem Weg Richtung Val Rosegg machten sich immer wieder Fichtenkreuzschnäbel, ein Buntspecht und viele Tannenmeisen bemerkbar. Kaum im Wald angekommen, Flog ein Vogel vom Waldboden in den Baum darüber. Ein Gimpel Weibchen! Mit dieser Art hätte ich nicht gerechnet. Doch das scheue Weibchen verabschiedete sich so schnell wie es gekommen war wieder. Verdamm... nein, Zeit zum Fluchen blieb mir nicht, denn nur einige Sekunden später Flog das Männchen des Gimpels auf diesen Ast. Auch wenn es für ein Portrait mässiges Bild nicht ganz reichte, und sich die Gimpel wohl die dunkelste Stelle des ganzen Waldes ausgesucht haben, ist es ein herrlicher anblick den kräftigen Singvogel zu sehen. Etwas weiter oben hörte man aus allen Richtungen Kleiber rufen. Ich passierte die Stelle denn nach dieser kam eine Lichtung. Dort wurde wohl schon Vogelfutter auf die Wegmarkierungspfosten gelegt, denn wenige Meter hinter mir kam ein Kleiber angeflogen und hohlte sich einige Nüsse von den Pfosten. Dies wiederholte er immer wieder und später Suchte er sich noch Futterreste zwischen einer Holzbeige und selten auch mal im Schnee.

Irgendwann hatte ich genug Bilder vom Kleiber und ich richtete meine Aufmerksamkeit auf die Hauben-, Tannen-, Kohlmeisen die inzwischen angekommen waren. Herrlich zeigten sie sich im Föhren und Arvenwald. Endlich kamen auch meine Lieblingsmeisen an. Die kräftigen Alpenmeisen. Sie zeigten wenig scheu und frassen das Futter direkt ab der Hand.  Zwischendurch klopfte immer wieder der Buntspecht und zu meiner grossen Freude entdeckte ich auch noch ein Waldbaumläufer. Dieser ist wohl häufig aber im Wald sehr schwer zu finden und lokalisieren. 

Schlussendlich waren alle meine Ziele für den Tag mit erfolg abgeschlossen und dank farbenfrohen Überraschungen wie dem Gimpel war der Tag für mich ein grosser Erfolg! 

 

 

Farbtupfer im düsteren Wald, das Gimpel Männchen.

Der Kleiber ist Europas einziger Vogel der Kopfüber an Bäumen laufen kann.

Eine aufgepulsterte Alpenmeise (auch Mönchsmeise genannt).



05.03.2019  -  Ausgestorbener Schweizer Brutvogel singt wieder!

Bis 1989 war die Haubenlerche in der Schweiz noch als Brutvogel vertreten. Nachdem das letzte Brutpaar in Basel verschwand ist sie extrem selten in der Schweiz als Gast. In den letzten 20 Jahren gab es nur eine Hand voll Nachweise. 

Umso mehr freute es mich als kürzlich im Waadtland eine Haubenlerche entdeckt wurde! Am frühen Morgen machte ich mich auf den Weg nach Colombier VD und wurde gleich mit einer kleinen Gesangseinlage Begrüsst. Darauf hin entdecken wir die seltene Lerche am ende eines gepflügten Ackers. Wenige Sekunden später verschwand sie im Gras. Der vielversprechende Start wandelte sich in eine gedultsprobe. Stunden vergingen und sie zeigte sich nicht mehr. Auf einmal kam die Lerche wieder angeflogen und näherte sich uns immer mehr. Auf etwa 10m Distanz liess sie sich nieder und sang ihre Melodie. Zumindest etwa 10 Sekunden lang und der wundervolle Moment war vorbei. Im Singflug stieg sie in den Himmel bis man sie nicht mehr sah.  Ein gelungener Abschied von einer fabelhaften Präsentation!

Auf dem Rückweg entschied ich mich (da ich nach diesem Erlebnis voller Motivation war) am Zürichsee im Nuolener Ried einen halt einzulegen. Dort sollte es einen Goldregenpfeifer haben. Im letzten Licht und weit weg konnte ich den hübschen Vogel noch sehen. Die Sonne ging unter und ein atemberaubendes Abendrot zierte die Kulisse in Richtung Zürich. Ein grosser Schwarm Stare flog direkt vor den Abendhimmel durch. Nach einigen Stimmungsbildern war es nach diesem langen Tag auch für mich  Zeit nach Hause zu gehen.

Die Haubenlerche gilt als ausgestorben in der Schweiz

Stare vor dem Sonnenuntergang.



17.02.2019  -  Spechte und Dommeln am Klingnauer Stausee

Der Klingnauer Stausee ist für mich eines der liebsten Ziele. Nicht nur weil man dort fast immer etwas sieht, auch weil praktisch alle Tiere von östlicher Seite am besten zu sehen sind. Dies erlaubt mir, das ich auch mal etwas länger schlafen kann, da die Sonne erst am Nachmittag Rückenlicht bietet. 

Ich begann hinten am See im Auenwald und suchte den Mittelspecht. Diese zeigten sich immer wieder in Balzfreudiger Stimmung, wollten sich jedoch nicht Fotografieren lassen...

Zwischen den beiden Mittelspechten tauchte ein Buntspecht Weibchen auf. Sie klopfte sich einen Tannenzapfen von einer Fichte weg und mit diesem flog sie auf einen Ast und konnte sich bestimmt 15 Minuten lang beschäftigen indem sie die Samen unter den Deckschuppen herauspickte.

Danach flog er über den Weg und landete in einem anderen Baum. Ich verlor in kurz aus den Augen und dafür war auf dem Baum ein Kleinspecht. Etwas entfernt rief noch ein Grünspecht. Vier Spechtarten in einer Stunde erlebt man auch nicht alle Tage!

Als ich am See ankam wurde meine Befürchtung wahr. Hunderte Leute nutzten den Seerundweg bei dem schönen Wetter für ihren Sonntagsspaziergang. Um Tiere zu Fotografieren ist dies nicht besonders gut geeignet, denn sie halten sich dann meist mit ausreichendem Abstand vom Ufer fern. Trotzdem fand ich einige Fotogene Schnatterenten und am Südlichen Teil des Sees extrem gut versteckt verweilte die Rohrdommel im Schilf. Bei dieser blieb ich, in der Hoffnung sie kommt etwas aus dem Schilf raus (leider vergebens), bis es dunkel wurde. 



16.02.2019  -  Wasservögel am Zürichsee

Blauer, wolkenloser Himmel, Plustemperaturen im zweistelligen Bereich und wo man hinhört singen die ersten Vögel. Man könnte meinen bei denen Bedingungen habe ich es auf Frühjahres Boten abgesehen, doch mein vorhaben war noch immer den überwinternden Wasservögel gewidmet. 

Am Zürichsee sind momentan zwei Trauerenten. Diese Meeresenten sind im Brutkleid komplett schwarz was ihnen den Namen verleiht. Kaum am See angekommen sah ich sie und konnte sie ausgiebig Fotografieren. Leider waren sie etwas weiter weg als in den letzten Tagen. So hatte ich genügend Zeit um mich auch den anderen Wasservögel zu widmen. Blässhühner balzten wild umher und ein Mittelsäger Weibchen fischte etwas weiter östlich und drei Schwarzhalstaucher tauchten ununterbrochen um Kleinfische zu jagen.

Ich lief noch kurz ins benachbarte Nuolener Ried als Zeitüberbrückung und hoffte das wenn ich zurück komme die Trauerenten etwas näher sind. In den Wiesen des Rieds waren etliche Graugänse, eine Saatgans welche sich zwischen den Gänsen versteckte ist bereits seit dem Dezember dort. Diese arktische Gans sieht man nur selten in der Schweiz, oft nur wenn im Norden ein besonders harter Winter ist. 

Als ich zurück bei der Trauerente war, waren diese immerhin ein bisschen näher gekommen. So zogen sich zwei Gegensätze an, eine Trauerente welche mir Freude zubereitete. 

Als Tagesabschluss entdeckte ich im Schilf einen Fuchs  der mich kurz mit müden Augen beäugte und wenige Sekunden später einschlief.

Mit etwas mehr als 1000 Fotos auf der Speicherkarte und etwas mehr Farbe im Gesicht konnte ich so den Tag erfolgreich beenden.



09.02.2019  -  Eine alt bekannte Rarität

Zwei Jahre und Zwei Monate ist es her als ich am Klingnauer Stausee einen Mariskensänger entdeckte (Siehe Blog 2016). Bis heute erfreue ich mich an dieses Entdeckung, doch etwas war für mich immer etwas nervig. Da ich damals noch keine richtige Fotoausrüstung hatte und meine Fotos per Digiscoping machte blieb mir von dieser Entdeckung nur Dokumentation Bilder.

Da seit mehreren Tagen am Genfersee erneut ein Mariskensänger entdeckt wurde, nahm ich die Reise auf mich, in der Hoffnung bessere Bilder machen zu können damit ich mich nicht mehr aufregen muss;) 

Angekommen und zwischen den anderen Fotografen platziert fing das Geduldsspiel an. Warten, warten, warten... dort ist er! Hiess es plötzlich. Auf der anderen Kanalseite hüpfte er immer hinter ein paar Schilfhalmen umher. Es stellte sich schnell heraus das es extrem schwierig ist ihn zu Fotografieren. Als er dann auf meine Kanalseite wechselte hüpfte er 3m vor mir im Schilf rum und brachte meinen Autofokus fast zum Dampfen. Kurz vor der Dämmerung zeigte er sich dann doch noch einmal schön und präsentierte sich mehr oder weniger unversteckt und für bestimmt 15 Sekunden (was sehr lange ist für einen Mariskensänger) wenige Meter neben mir. So lohnt es sich eine 7 Stunden fahrt auf sich zu nehmen!



02.02.2019  -  Seltene Schnepfen am Bodensee

Eine von meinen absoluten lieblings Limikolen ist die Uferschnepfe. Diese ist allerdings zum Fotografieren sehr schwierig da sie immer seltener als Durchzügler in der Schweiz wird und sehr scheu ist. Ausnahmsweise überwintern 2018/2019 drei Uferschnepfen am Bodensee. Lange waren sie im Ermatinger Becken. Eine ist leider den eisigen Bedingungen diesen Winter bereits zum Opfer gefallen. Da merkt man wie schwer es Vögel haben die Normalerweise hier nicht sein sollten um diese Jahreszeit. 

Dreimal bin ich bisher ins Ermatingerbecken gefahren. Auch wenn ich jedes mal meine Bilder verbessern konnte waren sie von guten Bildern noch weit weg. Schlechtes Licht und etwa 50 Meter Distanz ist für einen Taubengrossen Vogel halt doch zu viel.

 

Doch alles änderte sich als die Zwei verbliebenen Vögel den Standort wechselten. Nun suchten sie in Arbon die Steinacher Bucht auf und liessen sich auf wenige Meter beobachten. Zum Fotografieren war es allerdings alles andere als einfach, da sie sich im hohen Gras meistens aufhielten. Als dann ein Sperber alle Wasservögel aufscheuchte konnte ich nach 5 Stunden ''Schnepfenjagd'' endlich meine insgeheim erhofften Flugbilder machen. Denn Uferschnepfen haben eine Zwillingsart, die Pfuhlschnepfe, doch im Flug kann man sie Problemlos an der Schwarzen Endbinde erkennen.

Zufrieden lief ich zurück und Entdeckte dabei noch Singschwäne und eine extrem gut getarnte Bekassine in den Steinen. 

 



05.01.2019  -  Wanderfalkenjagd im Seeland (BE und FR)

Am Samstag leitete ich eine Exkursion der Jugendgruppe Natrix. Geplant war das Fanel. Nach einem halt bei 9 Blässgänsen und einer etwa 60cm grossen Seeforelle entdeckten wir ein junger Wanderfalke der auf einem Baumwipfel landete. Immer wieder bot er spektakuläre Verfolgung- und Fluchtjagdten mit Rabenkrähen. Dabei liess er sich immer wieder auf den Bäumen nieder wo wir ihn bestaunen konnten. 

Als es nicht mehr viel zu entdecken gab, beschlossen wir in die Felder bei Kerzers zu gehen. Dort begrüsste uns ein alter Bekannter. Der junge Wanderfalke (wohl aber ein anderes Exemplar als im Fanel). Lange präsentiere er sich auf einem Strommasten und liess sich bestaunen. Als es für die meisten etwas zu langweilig wurde und die ersten unserer Teilnehmer fingen an weiter zu gehen. Das wollte der Wanderfalke nicht gefallen lassen und bot eine Show. Nahe an mir vorbei flog er Richtung Feld auf dem duzende Möwen sassen. Er peilte eine Lachmöwe an und im Luftkampf nach etwa 20 Versuchen konnte er sie endlich in die klauen kriegen und ging mit ihr zu Boden. Dort kam sofort ein Mäusebussard was ihn ablenkte und die Beute entkommen liess. Der provoziert wirkende Wanderfalke machte danach Angriffe auf den Bussard sowie auf einen Kormoran (Er wusste wohl selbst auch das er da keine Chance hätte..).

Anschliessend sass er wieder längere Zeit auf einem Strommasten direkt vor uns. 

Trotzdem das die Exkursion nicht von unzähligen Seltenheiten geprägt wurde war sie ein Erfolg, denn so schön sieht man ein Wanderfalke in der Schweiz nur sehr selten.